Change-Prozesse: Gratwanderung zwischen Chance und Desaster

06.05.2009

Wenn ich in diesen Wochen und Monaten an einen ganz speziellen Kunden denke, wird es mir ganz anders. Dabei handelt es sich um ein Unternehmen, das sich noch vor 1 1/2 Jahren durch eine hervorragende Unternehmenskultur und gut funktionierende Struktur ausgezeichnet hat. Das ist Geschichte – seit der neue Eigentümer aus Übersee kein Stein auf dem anderen lässt. Ständig werden neue Strukturen geschaffen, die wenige Wochen später obsolet geworden sind. Einerseits werden querfeldein qualifizierte Mitarbeiter ohne besonderen Grund gekündigt, andererseits wird Personal in ohnehin gut besetzten Abteilungen aufgestockt.

Verunsicherung und Demotivation

Dass diese Change-Prozesse bei den Mitarbeitern für Verunsicherung, Demotivation und inneren Kündigungen sorgen, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen.
Solche Veränderungsschritte können nur erfolgreich sein, wenn sie im Gleichklang mit den Mitarbeitern durchgeführt werden. Vor allem sollten folgende Punkte des Veränderungsprojektes berücksichtigt und kommuniziert werden:

  • Notwendigkeit
  • Zielsetzung
  • Inhalte

Oder wie es Michael Picard, Personaldirektor beim Hamburger Otto-Versand einmal sagte:

“Ich muss dem Mitarbeiter zum einen die Chance geben, zu verstehen, was passiert, zum anderen muss ich ihm sofort vermitteln, was das konkret für ihn bedeutet, und drittens muss dem Mitarbeiter klar werden, was er davon hat.”

Abgelegt unter Motivation, Mitarbeiterführung —  Zum Gesamt-Archiv »

Verfasst von Andreas Reisenbauer – folgen Sie Ihm auch auf <a href="http://twitter.com/AReisenbauer" target="_blank">Twitter</a>

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