Changeprozesse: Vergessen Sie nicht auf die "Software" (=Mitarbeiter)!

16.02.2010

Systemaufstellungen haben sich als probates Mittel in der Begleitung von Change-Prozessen in Unternehmen erwiesen. Ein aktueller Fachartikel auf dem Online-Portal Pharma+Food setzt sich mit diesem Thema auseinander. Im Speziellen werden dort neben der Reorganisation der Betriebsabläufe die persönlichen, sozialen und kommunikativen Faktoren der Mitarbeiter unter die Lupe genommen. Unterschieden wird dabei zwischen

*„Hardware Changes“ (strukturelle Veränderungen der Organisation)

und

*„Software Changes“ (Veränderungen der Verhaltensweisen der in der Unternehmung tätigen Personen)

Interessant auch eine Passage, die sich mit – zwangsläufig – auftretenden Widerständen der Führungskräfte und Mitarbeiter.

Geschäftsprozessmanagement erweist sich immer wieder als hochsensibles Thema – unter anderem, weil die Mitarbeiter bei jeglicher Art von Neugestaltung oder Veränderung mit Widerständen reagieren. Ohne die Wandlungsbereitschaft und die Wandlungsfähigkeit der Führungskräfte und der Mitarbeiter ist die praktische Umsetzung neuer Geschäftsabläufe nur schwer zu bewerkstelligen.

Wie in dem Artikel ausgeführt, ist Kommunikation von der Geschäftsleitung über die Führungskräfte bis zu den Mitarbeiter der Schlüssel zum Erfolg von umfassenden Change-Prozessen. Die Realität sieht meines Erachtens leider oft anders aus. Oft erfolgt die Kommunikation nur dürftig bis gar nicht. Vielleicht klappt dies nach gut vom Management zu den einzelnen Führungskräften, bei den Mitarbeitern selbst kommen davon nur Bruchteile davon an.

“Mit uns spricht niemand”

Entschließt sich ein Unternehmen nun, sich derartige Prozesse in einer System- oder Organisationsaufstellung näher anzuschauen, reagieren jene Stellvertreter, die die Mitarbeiter repräsentieren oft sehr ähnlich. Sätze wie “Mit uns spricht niemand!”, “Wir wurden nicht eingebunden!” oder “Die da oben interessieren sich nicht für uns!” sind dann an der Tagesordnung.

Allein diese Sätze und die weitere Stellungsarbeit lösen bei vielen Führungskräften sehr häufig eine große Betroffenheit aus. Auch klar, sie haben sich verstärkt auf die oben geschilderten “Hardware Changes” konzentriert. Um beim Bild aus der IT-Welt zu bleiben, verwende ich auch gerne folgenden Satz in der Nachbesprechung oder bei der Kommentierung des Schlussbildes: Ohne Software nutzt die beste Hardware nichts!

Abgelegt unter Organisationsentwicklung —  Zum Gesamt-Archiv »

Am Ball bleiben

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter mit Tipps aus der Praxis und aktuellen Terminen:



Mehr Info »


Neue Seminartermine und die aktuellen Beiträge aus unserem Blog können Sie auch per Web Feed abonnieren. Stöbern Sie auch im Archiv der bisherigen Blogbeiträge.

Mehr Info  »

Folgen Sie uns doch einfach auch auf