"Coaching-on-the-job" ist noch ein zartes Pflänzchen

21.10.2009

Seit 2007 kooperiert der E-Learning-Anbieter time4you und das Center for Education and New Learning (CENL) der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften im Rahmen der Studie “Zukunft des Lernens”. Nun ist der zweite Teil dieser Studie erschienen. Darin werden unter anderem Forschungsergebnisse zu Trends in der Personalentwicklung und in der Weiterbildung vorgestellt. Die befragten Unternehmen sollten das Lernen im Jahr 2029 einschätzen. Abgefragt wurde aber auch die betriebliche Realität in der Gegenwart. Eine Aussage fand ich bemerkenswert:

95,2 Prozent der befragten Experten sind überzeugt, dass die Hauptlernmethode “Coaching-on-the-Job” sein wird.

Jenseits des Seminarraums

Zur Begriffsklärung: “Coaching-on-the-job” umfasst alle Maßnahmen, die über herkömmlich Seminare und Trainings hinausgehen. Gut aufbereitete Seminarinhalte sind eine Sache, deren Integration in den beruflichen Alltag aber eine andere. Bei “Coaching-on-the-job” wird der Seminarteilnehmer nach Ende des Trainings nicht alleine gelassen, sondern der Trainer oder Coach geht direkt mit ins Unternehmen und steht als externer Begleiter zur Verfügung.

Nachfrage könnte höher sein

Überrascht war ich vom hohen Prozentsatz, die sich für “Coaching-on-the-job” aussprachen. Natürlich gibt es auch jetzt schon sehr viele Unternehmen, die diese Form praktizieren. Dennoch sind diese nachwievor eine Minderheit. Ein Blick auf meine eigenen Kunden sagt mir, dass gerade ein Viertel diese Variante in Anspruch nimmt. Dabei würde ich selbst “Coaching-on-the-job” fast bei jeder Weiterentwicklungsmaßnahme einbauen. Mal sehen, was die Zeit bringt.

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