Vor einiger Zeit habe ich in einem Blogartikel unter dem Titel Live aus dem Projektgeschehen versprochen, Details zum Verlauf eines Projektes (Entwurf und Redaktion eines neuen technischen Produktkataloges) zu schildern, in das ich selbst als Arbeitsgruppenleiter involviert bin.
Nun ist das Projekt gestartet und als erstes möchte ich über den Kick-off schreiben.
Immer wieder wird in Fachbüchern und bei Projektmanagement-Vorträgen gepredigt, wie wichtig diese Phase für den weiteren Projektverlauf sei. Auch ich durfte selbst wieder einmal miterleben, dass all diese Aussagen (siehe meinen vor drei Jahren geschriebenen Blogartikel) zu 100 Prozent stimmen.
Der Verlauf
Der Entscheiderkreis für das gegenständliche Katalogprojekt könnte inhomogener nicht sein. Sowohl von den Zielen der Entscheider, als auch von der Ausrichtung des Gesamtprojekt selbst. In der Art, wie das Endprodukt dann aussehen wird, bedeutet dies für das mehrere tausend Mitarbeiter zählende und weltweit operierende Unternehmen eine kleine Revolution.
Da galt es nun beim Kick-off, diverse Ängste und Befürchtungen abzubauen. Die Aufgabe für den Projektleiter bestand darin, alle in diesem Projekt involvierten Führungskräfte ins Boot zu holen, damit in der intensiven Arbeitsphase alle an einem Strang ziehen. Wenn man die Leute über die unzähligen im Projekt möglichen Varianten diskutieren hätten lassen, wären wir wohl alle zu keinem Ergebnis gelangt. Daher die Idee des Projektleiters, grobe Vorentwürfe vorzulegen, die eine grundsätzliche Marschrichtung vorgeben, aber noch lange nicht alles vorwegnehmen.
WICHTIG: Hier wurde sehr viel Spielraum für Diskussionen gelassen, die Führungskräfte konnten selbst gestalterisch tätig sein.
Das Ergebnis
Schließlich erzielten wir das Ergebnis, mit den klaren Vorgaben aus der Gruppe die nächsten Schritte für einen Detailentwurf des Projektinhalts zu setzen. Diese arbeitsintensive Phase findet gerade jetzt statt und ich bin optimistisch, dass wir in wenigen Wochen die definitive Freigabe erhalten werden.
Mein Fazit
Mein Resümee lässt sich in ein paar Punkten festmachen. Wichtig war (und ist)
- klare Führung durch den Projektleiter
- echte Einbindung aller involvierten Führungskräfte und Stakeholder
- alle konnten am vorläufigen Endergebnis mitarbeiten und sind nun mit im Boot
- Vereinbarung eines zusätzlichen Kontrollschrittes, bevor es dann tatsächlich in die Niederungen der Alltagsarbeit geht.
Lesen Sie hier in wenigen Wochen, wie es weitergeht…
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Andreas Reisenbauer
(SYSCOMM-Inhaber)
