Dank einem Blog-Beitrag bei Jahooda bin ich über eine im Vorjahr von Projekt Management Austria und Fellner Executivetraining & Consulting erstellte Studie über Projektmanagement gestolpert. Die Ergebnisse waren wenig überraschend, was sich auch schon beim Ranking der Erfolgsfaktoren zeigt:
- Teambildung
- die Arbeit mit Zielen
- Arbeitsklima
Wenig überraschend, dass diese drei Punkte auch die ersten drei Plätze im Ranking der Kommentare eingenommen haben, warum ein Projekt scheitert.
Will heißen, wir wissen, dass wir für ein funktionierendes Team in einem guten Arbeitsklima benötigen und die Projektmitarbeiter auch mit Zielen führen sollten. Die Realität in den heimschen Betrieben schaut anders aus. Wie oft habe ich schon im Laufe meiner Karriere an einen Projektmanager die Frage gestellt, wie und in welcher Weise mit dem künftigen Projektteam noch vor dem Kick-off eine über mehrere Monaten anberaumten Großprojektes gearbeitet wird. Meist erntet man verständnislose Blicke. Die häufigste Antwort: “Das Projektteam wird nach Verfügbarkeit und fachlicher Qualifikation zusammengesucht und dann geht es los.”
Ich würde mir mal eine Studie wünschen, die genauestens untersucht, wieviel Firmenkapital durch dieses Projektmanagement-Verständnis in Europas Firmen vernichtet wurden. Aber vielleicht schafft es die Wirtschaftskrise, dass die Verantwortlichen in Projekt- und Linienhierarchie ihre eigene Vorgangsweise hinterfragen und sich künftig verzögerte oder gar gescheiterte Projekte sparen.
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Verfasst von Andreas Reisenbauer
Andreas Reisenbauer
(SYSCOMM-Inhaber)