Nachgebloggt von Jochen Mai, der sich mit dem Thema Lob auseinandergesetzt hat – interessant erscheinen mir vor allem seine aufgelisteten zwei Bedingungen, wenn Lob auch beim Empfänger ankommen soll:
Lob muss ehrlich sein
Es muss klar werden, womit es verdient wurde. Unverdienter Beifall lärmt nur wie verkleideter Spott. Zudem ist jedes Kompliment nur soviel wert, wie der Mensch, der es verschenkt. Oder wie Lessing einmal sagte: „Der wahre Virtuose spottet bei sich über jede uneingeschränkte Bewunderung, nur das Lob desjenigen kitzelt ihn, von dem er weiß, dass er auch das Herz hat, ihn zu tadeln.“ Wichtig ist deshalb, bei den Fakten zu bleiben und weder zu übertreiben, noch herunterspielen. Je spezifischer die erzielten Erfolge geschildert werden, desto fundierter wirkt die Anerkennung. So kann der Betroffene auch davon lernen.
Lob muss emotional sein
Gefühle wirken stärker als sachliche Argumente. Für die Glaubwürdigkeit ist daher entscheidend, dass echte Begeisterung des Laudators spürbar wird, ebenso dass er dem anderen auf Augenhöhe begegnet. Dasselbe gilt für Einschränkungen – und sei es die kleinste Kritik: Jeder Schönheitsfleck degradiert das Lob zur Fassade. Deshalb sollte man darauf verzichten.
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Verfasst von Andreas Reisenbauer
Andreas Reisenbauer
(SYSCOMM-Inhaber)
