Interessanter Artikel im manager magazin zum Thema “Am Freitag noch Kollege, am Montag plötzlich Vorgesetzter”.
Ich denke, dass es zu diesem Bereich keine klare Empfehlung geben kann, welchen Weg die Neo-Führungskraft einschlagen sollte. Oft werde ich in Coachings und Seminaren mit Fragen wie den folgenden konfrontiert:
- Soll ich gegenüber meinen früheren Teamkollegen nun auf Distanz gehen? Ist ein gemeinsames Bier am Feierabend nicht mehr möglich?
- Im Laufe der Jahre haben sich auch private Kontakte entwickelt. Nun bin ich aber der Vorgesetzte meines Freundes. Wie gehe ich damit um?
Die Liste der Fragen ließe sich beliebig fortsetzen, manche Jung-Führungskräfte tendieren jedoch auch in eine andere, extreme Richtung, etwa:
- Jetzt bin ich Vorgesetzter und da brauche ich Distanz. Private Kontakte wird es nicht mehr geben.
Ich denke, beide Extreme sind in dieser Situation sicherlich die schlechteste Lösung. Ich empfehle meistens ein klärendes Gespräch der Neo-Führungskraft mit seinen “neuen” Mitarbeiter gleich zu dem Zeitpunkt, wann der Rollenwechsel stattfindet.
Bewährt hat sich in der Praxis z. B.:
Ich weiß, für uns alle ist dies nun eine sehr große Umstellung. Wir waren XX Jahre Kollegen und haben einiges durchlebt. Jetzt ist eine neue Situation, die für uns alle gewöhnungsbedürftig ist. Sicherlich werde ich unpopuläre Entscheidungen treffen müssen und eventuell wird es auch nicht mehr diese Nähe zwischen uns als Kollegen geben. Aber ich weiß als Euer ehemaliger Kollege, wo Euch der Schuh drückt und ich kann Euch garantieren, dass ich dieses Wissen in meinen Führungsalltag einfließen lassen werden.
Waren Sie schon mal in einer derartigen Situation? Berichten Sie doch von Ihren Erfahrungen hier im Weblog!
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Andreas Reisenbauer
(SYSCOMM-Inhaber)
