In der vergangenen Woche war es wieder einmal so weit. In einem meiner Seminare ist das alte Problem Linienhierarchie vs. Projektebene wieder aufgebrochen. Konkret ging es unter anderem um die Verbesserung der Kommunikation zwischen den beiden Welten. Selbstverständlich seien alle Zuständigkeiten geklärt, auch ein tolles Reporting-System verhindert Leerläufe bzw. schafft Reaktionsmöglichkeiten. Dennoch scheitert es oft ein Kleinigkeiten. Warum ist das so, fragt sich dann der Linienverantwortliche als auch der Projektleiter.
Betrachtet man das Problem nämlich an seiner Wurzel, bleibt eigentlich nur ein Themenkreis übrig: Macht und die Angst um Machtverlust. Speziell die Verantwortlichen “aus der Linie” wollen in den wenigsten Fällen von sich aus Macht abgeben. “Starke” Projektleiter mischen sich aber auch oft gehörig in die Linienagenden ein. Fazit: Ein Problem, das an irgendwelchen Meilensteinen und Projektabläufen festgemacht wird, reduziert sich auf das menschliche Miteinander von ganz wenigen Personen – im Regelfall der Linien- und der Projektmanager.
Zu einfach betrachtet? Dann möchte ich folgende Tatsache, die für viele vielleicht provokant wirkt, in den Raum stellen: Warum sind – nachweislich – die erfolgreichsten Projekte jene, wo der Linienverantwortliche und der Projektleiter gut miteinander harmonieren?
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Andreas Reisenbauer
(SYSCOMM-Inhaber)

Hallo Andreas,
ich denke schon, dass das gute Miteinander-Harmonieren des Chefs und Projektmanagers eine sehr wesentliche Rolle spielen.
Erfahrungsgemäß handelt es sich bei “schlechten” Projekten häufig um Kommunikationsdefizite zwischen diesen beiden Seiten. Dieses Problem tritt vermehrt dann auf, wenn die beiden örtlich voneinander getrennt sind.
Etwas alternativer Vorschlag an die beiden Seiten: Manchmal hilft es da schon, mal zusammen einen Kaffee oder ein Bier trinken zu gehen. Man verliert die “Angst” voreinander. ;-)
Viele Grüße
Robert
— Robert Bittner 29.04.2007 09:17 #