“Projektleiter müssen künftig Unternehmer, Fachmann, Kommunikator und Coach sein”. Dieser Satz in den jüngsten VDI-Nachrichten hat mich aufhorchen lassen. Dort wird der Schluss gezogen, dass sich die Wirtschaftskrise sich auf die Arbeit von Projektingenieuren auswirkt: Der Erfolgsdruck steige, weil neue Produkte gerade für kleinere Zulieferer zunehmend über das weitere Bestehen des Arbeitgebers am Markt entscheiden würden. Jan Rauwerdink, Sprecher des VDI-Kompetenzfeldes Projektmanagement, führt dies auf die nachweisliche Zunahme von mehr F&E-Projekten in diesem Jahr zurück.
Erfolgsdruck steigt
Der Erfolgsdruck in diesen Projekten werde steigen, denn “F&E entwickelt sich immer mehr zum wesentlichen Erfolgsfaktor eines Unternehmens”. Rauwerdink führt als Beispiel kleinere Zulieferer an, deren wirtschaftliches Überleben in der momentanen Krise stark von neuen Produkten abhängt. “Ein Projektleiter hat dadurch eine viel höhere Visibilität im Betrieb als bislang.”
Um als Projektingenieur in diesem Umfeld bestehen zu können, muss man das richtige Selbstverständnis mitbringen. “Sie müssen führen durch Überzeugen, ohne dass sie unbedingt disziplinarische Macht haben”, umschreibt es der Psychologe Heinz-Detlef Scheer.
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Verfasst von Andreas Reisenbauer – folgen Sie Ihm auch auf <a href="http://twitter.com/AReisenbauer" target="_blank">Twitter</a>
Andreas Reisenbauer
(SYSCOMM-Inhaber)
