Gerade für TechnikerInnen ist es oft schwierig, technische Sachverhalte auch für Laien zu erklären. Dabei scheitert der Erklärungsversuch bereits oft an der Verwendung der Begrifflichkeiten.
Verstehen heisst, die Lücke zwischen Fachbegriffen und vorhandenem Wissen zu schliessen. Wer verstanden werden will, muss sich bemühen, sich mit dem Begriff und den damit verbundenen Details auseinanderzusetzen.
Bei konkreten Begriffen fällt es leicht, das Gehörte oder Gelesene einzuordnen. Abstrakte Begriffe dagegen wecken bei Nichteingeweihten kaum Assoziationen.
Ein Beispiel:
Wenn die Rede von einem “Wildbach” ist, kann sich jeder etwas darunter vorstellen. Konkrete Begriffe erfassen wir dank unserer inneren Bilder. Wir ergänzen das Gehörte.
Werden aber abstrakte Begriffe wie etwa “Redundanz” verwendet, so stellen wir fest, dass beim Zuhörer die Lücke zwischen dem Fachbegriff und den Vorkenntnissen recht gross ist.
Viele Begriffe bergen bereits Bilder in sich, die richtig verstanden werden. Beispiele: “Wissensnetz”, “Vier Phasen-Modell” oder “Knotenpunkte”.
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Andreas Reisenbauer
(SYSCOMM-Inhaber)
