Flexibilität, Sozialkompetenz, Kreativität, Durchsetzungsvermögen und Motivation – mit derartigen Schlagwörtern sehen sich all jene konfrontiert, die sich um eine Arbeitsstelle bemühen. Wer zusätzlich zur Fachkompetenz über diese so genannten Schlüsselqualifikationen oder Soft Skills verfügt, hat gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Denn solche überfachlichen Fähigkeiten erlangen im Arbeitsalltag aller Fachrichtungen wachsende Bedeutung.
Prof. Dr. Astrid Schütz von der Professur Differentielle Psychologie und Diagnostik der TU Chemnitz erläutert die Problematik aus Ihrer Sicht:
“Grund dafür ist die neue Arbeitsstruktur mit zunehmender Vernetzung, sich schneller wandelndem Fachwissen und verstärkter Zusammenarbeit in wechselnden Teams. Hier wird es immer wichtiger, mit Kollegen und Kunden in verschiedensten Situationen angemessen interagieren sowie eigene Arbeiten erfolgreich präsentieren zu können”
Um solchen Anforderungen gerecht zu werden, benötigen Fachkräfte aller Hierarchieebenen soziale und kommunikative Fähigkeiten sowie Kompetenzen der Selbstwahrnehmung und Emotionsregulation. In Bewerbungssituationen und anderen Präsentationskontexten, bei der Gesprächs- und Verhandlungsführung sowie bei der Konfliktbewältigung kommen diese Kompetenzen zum Tragen.
“Und angesichts der teils angespannten Arbeitsmarktlage ist es für Hochschulabsolventen erstrebenswert, sich neben einer entsprechenden fachlichen Qualifikation die entsprechenden überfachlichen Kompetenzen anzueignen bzw. diese auszubauen. Ob Techniker, Natur-, Wirtschafts-, Sozial- oder Geisteswissenschaftler – Soft Skills sind in allen Branchen gefragt”, versichert Prof. Schütz. Aus diesem Grund startete bereits im Wintersemester 2005/2006 an der TU Chemnitz ein Pilotprojekt zum Training von Schlüsselqualifikationen.
Abgelegt unter Aus der Branche, Soft Skills — Zum Gesamt-Archiv »
Andreas Reisenbauer
(SYSCOMM-Inhaber)
