Dieser Tage ist es mir wieder einmal passiert. Ein Neukunde fragt an um einen Vorentwurf für ein Trainingskonzept. Natürlich nach einem ausführlichen Vorgespräch bezüglich der Inhalte und Ziele. Beim Schreiben kommt mir dann immer der Gedanke: “Hoppala – das entwickelt sich doch in eine Richtung, die du gar nicht abdecken kannst.”
Die nochmalige Rückfrage beim Neukunden ergab, dass ich in meiner Vermutung richtig gelegen bin – es gehe tatsächlich eher um ein sehr stark verkaufsorientiertes Seminar. Ich beschäftige mich zwar sehr intensiv mit dem Thema Kundenorientierung – doch ein klassischer Verkaufstrainer bin ich nun wirklich nicht.
Diese Botschaft habe ich dann dem anfragenden Kunden auch mitgeteilt – natürlich sofort mit der Empfehlung für einen Kollegen, der genau für dieses Thema geeignet ist. Dem Neukunden, der dann für mich doch kein Kunde wurde (zumindest jetzt noch nicht), war es egal. Er hat sich auf meine Empfehlung verlassen und sich – wie ich heute gehört habe – für meinen Kollegen entschieden.
Alle sind glücklich:
- Der Kunde hat seinen Experten für dieses spezifische Verkaufsthema
- Mein Kollege hat einen unerhofften Auftrag erhalten
- Ich streiche meine Spezialisierung hervor und muss mir nicht den Seminar-Bauchladen umhängen
Und ich bin optimistisch, dass der Doch-nicht-Kunde trotzdem bei Bedarf für ein anderes Seminarthema wieder auf mich zurückkommen wird.
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Andreas Reisenbauer
(SYSCOMM-Inhaber)
