Die LEGO League ist ein internationaler Roboterwettbewerb für Kinder und Jugendliche von 10–16 Jahren. Es handelt sich dabei um ein Förderprogramm, das Kinder und Jugendliche in einer sportlichen Atmosphäre an Wissenschaft und Technologie heranführen möchte. Vor kurzem machte die FLL wieder an der HTL-BULME Graz-Gösting Station. Schließlich ging es um die Qualifikation für das Europa-Finale zum Thema „Body Forward – Die spannende Welt der Biomedizin“. An diesem Wettbewerb, bei dem ich als Juror teilnehmen durfte, waren 131 SchülerInnen aus 15 österreichischen Teams dabei. Die Teilnehmer mussten mit ihren Robotern nicht nur auf einem etwa zwei Quadratmeter großen Spielfeld autonom schwierige Aufgaben lösen. Zusätzlich galt es, in den Kategorien „Roboterkonstruktion und -programmierung“, “Forschungspräsentationen” und “Teamwork” knifflige Aufgaben zu lösen. In letzterer Kategorie durfte ich als Juror mitwirken und die Zusammenarbeit der Teammitglieder und deren Teamgeist bewerten.
Die Übung:
Die Aufgabenstellung erschien auf den ersten Blick einfach: Vier Tischtennisbälle mussten mittels Anblasen durch Strohhalme auf einem Tisch von einem Startpunkt zu einem genau definierten Zielgebiet befördert werden. Die Schwierigkeit dabei war, dass die Bälle nicht hinunterfallen durften und im Zielgebiet gleichzeitig fünf Sekunden lang verweilen mussten. Da die Teams jeweils aus mehreren Personen bestanden, war natürlich genaueste Koordination, Konzentration und Rücksichtnahme auf die anderen angesagt. (Übrigens: Das ist eine Teamübung, die des öfteren auch in der Erwachsenenbildung – etwa im Teambuilding – verwendet wird.) Wir Juroren mussten außerdem bewerten, wie die Teammitglieder während der Aufgabe miteinander umgingen und auch ihre generelle Einstellung und Motivation zum FLL-Bewerb befragen. Spanndend für mich war der Eifer und der Ehrgeiz, mit dem die Kinder bzw. Jugendlichen an die Sache herangingen. Fasziniert war ich bei vielen Teams auch vom positiven Umgang, der untereinander gepflegt wurde. Das würde ich mir in vielen Unternehmen auch oft wünschen.
Die Ergebnisse
1. Platz: SWOT, Hauptschule Telfs
2. Platz: Styrian Panthers, BULME Graz-Gösting
3. Platz: Biomech, HTL Kaindorf
Der Gesamtsieger aus den vier Teilbereichen ist für das Europa-Finale in Paderborn im Jänner 2011 qualifiziert. Alles Gute!
Hier einige Impressionen:



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Andreas Reisenbauer
(SYSCOMM-Inhaber)
