Im Jahooda-Blog wird dieser Tage ein “Standard”-Artikel zum Thema Was macht Projektmanager erfolgreich diskutiert. Zu Wort kam in dem Zeitungsinterview Brigitte Schaden, Vorstandsvorsitzende Projekt Management Austria.
Laut Schadens Meinung sind folgende Aspekte zu beachten:
- Eine profunde theoretische PM-Ausbildung
- Viel Praxis in Projekten unterschiedlichster Größe und Art
- Reflexion der Erfahrungen und Erkenntnisse, die man aus der Projektarbeit gezogen hat
- Einholung von Feedback über das eigene Verhalten und die Erfüllung der Aufgaben im jeweiligen Projekt
- Ausbau und Weiterentwicklung der “soft skills” durch Coaching und regelmäßige Trainings – z. B. um mit Druck, Stress und Konfliktsituationen besser umgehen zu können.
Wie schon bei Jahooda von mir kommentiert, fehlt aus meiner Sicht allerdings eine weitere Betrachtungsweise:
Wichtig ist die detaillierte Kenntnis im Umgang mit dem Spannungsfeld Projektmanager und Linienhierarchie. Über dieses “Minenfeld” sind schon Bände geschrieben worden, im Grunde handelt es sich dabei aber um ein Machtspiel. Natürlich wird dies in den seltensten Fällen offen gespielt, die Mechanismen können aber viele Projekte verzögern oder gar zum Scheitern bringen. Ein Problem, das in vielen Unternehmen mit Projekthierarchie aber an der Tagesordnung steht.
Für ein gutes Gelingen eines Projektes ist das Innenverhältnis des Projektmanagers und Projektleiters zu den Linien-Verantwortlichen ein wichtiger Parameter. Denn der Projektleiter muss für sein Projekt Ressourcen (personell und materiell) von der Linie abziehen, was wiederum für Konfliktstoff sorgen kann.
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Verfasst von Andreas Reisenbauer

Andreas Reisenbauer
(SYSCOMM-Inhaber)
