Die deutschlandweite Befragung unter Führungskräften zum Veränderungsmanagement der TU München und der Düsseldorfer C4 Consulting zeigt: Bei der Mehrheit der deutschen Großunternehmen ist der volle Erfolg von Veränderungsprozessen die Ausnahme. Mehr als jeder dritte Veränderungsprozess deutscher Unternehmen gilt als gescheitert und wenig erfolgreich.
Im Jahr 2006 waren Daten aus 167 privatwirtschaftlichen Betrieben mit mehr als 1.000 sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmern ausgewertet worden. Die Top 10 der wichtigsten Gründe für das Scheitern von Veränderungsprozessen in deutschen Unternehmen:
- Unzureichendes Engagement der oberen Führungsebenen (61%);
- Unklare Zielbilder und Visionen der Veränderungsprozesse (56%);
- Fehlende Erfahrung der Führungskräfte im Umgang mit Verunsicherung der betroffenen Mitarbeiter (56%);
- Uneinigkeit auf den obersten Führungsebenen (56%);
- Mangelnde Unterstützung aus dem Linienmanagement (52%);
- Lückenhafte oder verspätete Information an die Mitarbeiter (50%);
- Unzureichende Möglichkeiten zur Bewältigung von Ängsten und Widerständen der Mitarbeiter (46%);
- Vernachlässigung psychologischer Faktoren in der Projektplanung (43%);
- Ungenügende personelle Ressourcen (37%);
- Wenig Vertrauen in der Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Führungskräften (36%).
Abgelegt unter Aus der Branche — Zum Gesamt-Archiv »
Verfasst von Andreas Reisenbauer

Andreas Reisenbauer
(SYSCOMM-Inhaber)
