Weiterbildung hinkt beim Web 2.0 noch immer hinterher

23.09.2009

Ein wenig hat mich folgende Meldung auf Haufe Personal schon überrascht: Web 2.0 und Communities immer noch unbeliebte Lerntools! In dem Artikel werden die Ergebnisse einer auf drei Jahre angelegten Studie zu Trends in der Personalentwicklung und Weiterbildung beleuchtet. So widmet sich die Studie den Zukunftsperspektiven, aber auch die betriebliche Realität der Gegenwart wird detailliert abgefragt.

Web 2.0 weiterhin Lippenbekenntnis

Auch wenn sie in aller Munde sind, die typischen Web 2.0-Technologien wie Blogs, Wikis und Podcasts mit 4,5 Prozent und Communties mit 18,2 Prozent stoßen bis heute auf wenig Akzeptanz. Uneinig sind sich die befragten Unternehmen darüber, ob computerbasiertes Lernen die Lernqualität verbessere. 52,4 Prozent der befragten Experten erachten es als sinnvoll, 47,6 Prozent sind gegenteiliger Ansicht.

Fazit

Leider kann ich diese Ergebnisse bestätigen – wenn auch nicht mit absoluten Zahlen oder in prozentuellen Angaben. Über Web 2.0 im Weiterbildungsbereich wird zwar viel gesprochen, wirklich konsequent angewandt werden sie kaum. Konsequent bedeutet für mich auch nicht, wenn ein Unternehmen einige E-Learning-Kurse durchführt. Es geht um eine durchgehende Web-2.0-Weiterbildungsstrategie. Aber vielleicht gibt es diesbezüglich Erfahrungen von Lesern dieses Weblogs? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

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Verfasst von Andreas Reisenbauer – folgen Sie Ihm auch auf <a href="http://twitter.com/AReisenbauer" target="_blank">Twitter</a>

  1. Aus zahlreichen Web 2.0 Projekten in der Lehre habe ich einigen Lehren gezogen:
    _Web 2.0 an sich ist keine Lehr- oder Lernstrategie
    _Web 2.0 bietet im Endeffekt Tools die eine Lehr- und Lernstrategie unterstützen können.
    _Ein Blog oder Wiki macht nur Sinn, wenn sie in ein übergeordnetes Konzept eingebunden sind.

    Praxisbeispiel: Im letzten Jahr habe ich die Lehrveranstaltung Innovationsmanagement 2.0 durchgeführt. Dabei habe ich einen Blog eingesetzt und folgende Ziele zu erreichen:

    _Veröffentlichung der Arbeitsergebnisse der einzelnen Seminare
    _Bereitstellung eines Podcast zu ausgesuchten Innovations-Themen
    _Diskussion der Beiträge mit internen sowie externen Teilnehmern

    Die Ergebnisse waren überaus erfreulich:

    _Zum einen waren zahlreiche Besucher auf der Seite, d.h. der Wissenstransfer auch an externe war gegeben
    _Die Idee hat an der FH Vorarlberg Vorbildcharackter und wurde “kopiert”.
    _Die Studenten haben sich aus meiner Sicht besonders bemüht, da die Ergebnisse eine breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wurden.

    Gruß
    Patrick


    Patrick Fritz    23.09.2009 08:19    #
  2. Danke Patrick für deine Vorzeigebeispiel aus der Praxis. Ich denke, dass Web-2.0-Strategien in der Weiterbildung gut funktionieren, wenn auch die Entscheider halbwegs web-affin sind. Ansonsten wird es wohl mit dem Erklären der Strategie mühsam…


    Andreas Reisenbauer    23.09.2009 08:36    #
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