Weiterbildung – (k)eine Frage des Alters

27.10.2006

„Weiterbildung – (K)eine Frage des Alters?“ lautete der Titel des Jahreskongresses Konzertierten Aktion Weiterbildung (KAW), die ihren Sitz in Bonn hat. „Die Bereitschaft, lebenslang zu lernen, ist heute wichtiger denn je. Und das gilt keineswegs nur für die heranwachsende Generation. Angesichts des demografischen Wandels wird es darum gehen, ältere Menschen zu qualifizieren. Lebenslanges Lernen muss sich von einer bildungspolitischen Forderung zu einer notwendigen Selbstverständlichkeit wandeln“, unterstrich dort Hans Ulrich Nordhaus, Vorsitzender der Konzertierten Aktion Weiterbildung.
Andreas Storm, Parlamentarischer Staatssekretär im deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ging noch ein Stück weiter und präzisierte acht Handlungsfelder in Bildung und Weiterbildung, speziell um die Beschäftigungsfähigkeit zu sichern und gleichzeitig die Innovations- und Wachstumsfähigkeit insgesamt zu stärken:

  • 1. „Einstieg in Bildung verbessern“: Je besser die Erstausbildung, desto größer die Bereitschaft zur Weiterbildung und umso geringer das Risiko, von Arbeitslosigkeit bedroht zu sein.
  • 2. „2. Chance ermöglichen“: Durch Alphabetisierungsprojekte und einem Programm zur Forschung und Entwicklung der Grundbildung von Erwachsenen sollen Grundfertigkeiten vermittelt werden, insbesondere auch durch Nutzung neuer Medien.
  • 3. „Abschlüsse müssen zu Anschlüssen werden“: Aus- und Weiterbildungsangebote müssen besser verzahnt, die Durchlässigkeit der Bildungswege erhöht werden. Weiterbildung muss zu einem das Arbeitsleben begleitenden Prozess werden.
  • 4. „Weiterbildungsangebote für Ältere verbessern“: Die Weiterbildungsbeteiligung für Arbeitnehmer über 45 Jahren muss erhöht, Weiterbildungsangebote für die 2. Hälfte des Arbeitslebens geschaffen werden.
  • 5. „Veränderungen in der Arbeitswelt erkennen“ – und angemessen reagieren: Empirische Forschung im Bereich der Beruflichen Bildung muss ausgebaut werden, um eine verlässliche Datengrundlage zu liefern („Panel-Analyse“) und Qualifikationsbedarf bei Trägern transparent zu machen. Bildungsbedarf kann somit besser erkannt werden.
  • 6. „Notwendigkeit von Weiterbildung erkennen“ – sowohl für Arbeitgeber wie –nehmer.
  • 7. „Qualität fördern“: Projekte zur Qualitätssicherung wie Weiterbildungstests der Stiftung Warentest fördern die Transparenz für den Verbraucher und langfristig die Nachfrage nach Weiterbildungsangeboten. Anbieter wiederum ziehen Schlüsse, wie das Angebot verbessert werden kann.
  • 8. „Systematische Finanzierung von Weiterbildung“

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