Wenn aus Richtungsstreit Grabenkampf wird

18.12.2008

Bei einem in der Vorwoche durchgeführten Konfliktklärungsprozess in einem Team eines mittelständischen technologieorientierten Unternehmens sind – wieder mal – zwei Welten aufeinander geprallt:
Jene der Bewahrer (“Das haben wir schon immer so gemacht”) und jene der Veränderer (“Es wird kein Stein auf dem anderen bleiben”).
Man kann sich vorstellen, welche Generation welchem Lager zuzurechnen ist. Dabei haben beide Seiten völlig recht. Beide haben aber einen Kardinalfehler begangen – die jeweils andere Seite wurde für ihre Position und das dahinterliegende Interesse bzw. die damit verbundene Erfahrung nicht gewürdigt. Das war dann mein Auftrag, dieses Umdenken herbeizuführen und auf eine gemeinsame Lösung zu kommen. Ich bediene mich dabei immer Sequenzen und Denkmodelle der Aufstellungsarbeit in Organisationen – wie z. B.:

  • Das Alte steht für die langjährige Erfahrung, die Summe der bisher durchgemachten Höhen und Tiefen sowie das bedächtige Abwägen aller Für und Wider

  • Das Junge (oder Neue) steht für Innovation, Energie und Querdenken.

Diese Bilder helfen den involvierten Personen in diesen Seminarprozessen sehr, nehmen vorhandene Ängste und helfen, Gräben zuzuschütten.

Diesbezüglich gefällt mir auch ein Zitat von Gustav Mahler:

“Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.”

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