Über die aktuelle Lage in der Coachingszene habe ich vor einigen Tagen bereits an anderer Stelle geschrieben. In diesem Artikel habe ich auch auf eine Umfrage unter 417 Personalverantwortlichen und Coachs in Deutschland verwiesen.
Ein Ergebnisse dieser Befragung hat mich dann doch etwas innehalten lassen, da dieser Punkt kein gutes Licht auf unsere Branche wirft. Hier die betreffende Passage:
Die Entscheider, so offenbaren die Studienergebnisse, achten bei der Auswahl von Coachs alle auf die Fortbildung der Coachs. Das sehen die Coachs selber offenbar nicht so streng, jeder Zehnte denkt, für die Entscheider sei ständige Fortbildung nicht wichtig.
Oft wird man in Kundengesprächen darauf angesprochen, wieviel Zeit man denn als Coach selbst für seine Weiterbildung pro Jahr investiere. Von einem Kollegen habe ich erst vor kurzem die lapidare Antwort bekommen:
“Tut mir leid, dafür habe ich derzeit wirklich keine Zeit. Habe Arbeit bis über die Ohren. Aber in den nächsten Jahren mache ich sicher wieder etwas.”
Wenn ich mich recht erinnere, hat er denselben Satz aber auch schon vor Jahren gesagt…
Sozialer Bereich als Benchmark
Ich möchte aber noch einen Schritt weiterhin. Gerade im Coachingbereich geht es nicht nur um das Thema Weiterbildung – sprich das Erlernen von neuen Methoden. Nein, es geht vielmehr auch um die Psychohygiene. Dazu möchte ich als Stichwort die Supervision liefern. Im sozialen Bereich ist die Begleitung von beratenden und begleiteten Personen durch eine Supervisorin oder einen Supervisor Standard. Im Coaching-Bereich trifft man diese Gruppe weit seltener an. Dabei ist genau das ein Qualitätskriterium, dass man auch gerne beim Kunden kommunizieren kann. Nach dem Motto:
“Ich achte auch meine eigene Qualität als Coach, in dem ich bei Bedarf gemeinsam mit einem Supervisor über bestimmte, in meinen Coachingsettings auftretene Themen gemeinsam reflektiere.”
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Verfasst von Andreas Reisenbauer – folgen Sie Ihm auch auf <a href="http://twitter.com/AReisenbauer" target="_blank">Twitter</a>
Andreas Reisenbauer
(SYSCOMM-Inhaber)
