Der Coachacademy-Blog beschäftigte sich dieser Tage mit der Thematik Beflügelnde Schlussworte – Redeausstiege, die nachwirken.
Ich kann den Ausführungen von Rhetoriktrainer René Borbonus nur zustimmen. Sehr detailliert wird aufgeführt, welches optimale Ende eine Rede haben sollte. Gefallen hat mir vor allem das Ansprechen der drei Grundemotionen am Schluss jeder Rede.
“Sagen Sie dem Publikum, was es tun soll. Sprechen Sie es aus und geben Sie Ihrem Publikum Gründe, die handfest und plausibel sind.”
Grundemotion Stolz:
Appellieren Sie an den Stolz Ihres Publikums. Dabei kann es sich um den Stolz auf das Unternehmen handeln, den Stolz auf den eigenen Beruf oder den Stolz darauf, Bestandteil einer irgendwie gearteten Gemeinschaft zu sein.
Grundemotion Hoffnung:
Wecken Sie einen Funken Hoffnung in Ihren Zuhörern. Zeichnen Sie eine Zukunftsvision, in der Wichtiges erreicht wurde. Spenden Sie Hoffnung, dass Morgen etwas erreicht werden kann, was heute noch unmöglich scheint.
Grundemotion Angst:
Bei Ihrem Publikum Angst und Schrecken zu verbreiten ist natürlich nicht die feine englische Art. Aber es kann in moderaten Dosierungen durchaus wirkungsvoll sein, allgemeine Ängste anzusprechen, wenn Ihre Rede sich mit passenden Themen beschäftigt. Geht es beispielsweise um Globale Erwärmung oder die gesundheitlichen Risiken des Rauchens, dann ist es durchaus legitim, die Gefahren zu erwähnen, die drohen, wenn nicht umgehend gehandelt wird.
Wie ich es auch in meinen Seminaren für Präsentationstechnik immer wieder erwähne, ist der Schlusspunkt einer Rede aber nur ein Mosaikstein des Gesamtkunstwerkes.
Vor allem wenn man folgenden Leitsatz beherzigt:
“Der erste Eindruck ist der wichtigste – der letzte Eindruck bleibt.”
Eine schlechte Rede kann man zwar nicht mit einem guten Einstieg und einem gut überlegten Ende retten, dennoch sind diese Aspekte zwei wichtige Ankerpunkte. Im faktenorientierten Mittelteil gilt: “Die Zuhörer sind der Gradmesser, welche Inhalte gebracht werden und in welcher Form diese aufbereitet werden.” Flexibilität ist hier also gefragt.
Tipp für die Praxis
Schon in der Vorbereitung darauf achten, dass man sich zwar einen klaren roten Faden zurechtlegt, jedoch für kleinere Umwege und Abweichungen sehr wohl Raum lässt. Speziell dann wenn es verbale oder nonverbale Rückmeldungen aus dem Publikum gibt, die eher negativ zu interpretieren sind.
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Verfasst von Andreas Reisenbauer
Andreas Reisenbauer
(SYSCOMM-Inhaber)
